Der großen Hitze trotzte am Samstag die SPD Ainring, die zu ihrem traditionellen Sommerfest im Ainringer Moos beim ehemaligen Torfwerk an der B 304 eingeladen hatte. Mit Schattenplätzen, genügend Pausen und vielfältigen Möglichkeiten zur Abkühlung konnte auch die beliebte Fahrt mit der Bockerlbahn und der Exkurs ins Ainringer Moor stattfinden. Als Gäste konnten die Ainringer Sozialdemokraten unter anderem die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Bärbel Kofler, den Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion Roman Niederberger und die Vorsitzende der SPD Berchtesgadener Land Susanne Aigner begrüßen.
Auf große Ansprachen wurden angesichts der hohen Temperaturen verzichtet, stattdessen stand der zwangslose Austausch der Gäste und das gemütliche Beisammensein im Mittelpunkt. Gute Tradition ist bei den Sommerfesten seit vielen Jahren die Begleitung durch Moorführer Walter Soraruf, bei dem sich die SPD-Ortsvorsitzende Margret Sturm-Wiersig herzlich bedankte. Er nutzte die Gelegenheit, um im schattigen Torf-Museum die Geschichte des Torfabbaus und vor allem die schwierigen Lebens- und Arbeitsbedingungen der dort beschäftigten Arbeiter und ihrer Familien darzustellen.
Bei der anschließenden Fahrt mit der Bockerlbahn ins Ainringer Moos wurde dem Pidinger Kreisrat und weiteren Stellvertreter des Landrats Roman Niederberger, der seit vielen Jahren bei der Veranstaltung zu Gast ist, eine besondere Ehre zuteil: ein Baum wurde in seinem Namen und mit einem entsprechenden Hinweisschild gepflanzt.
Die Teilnehmer zeigten sich wieder einmal beeindruckt von der großen Vielfalt an Pflanzen und Tieren im Ainringer Moos, wobei auch hier die Veränderungen durch den globalen Klimawandel zu erkennen sind. Entsprechend drehten sich auch beim anschließenden gemütlichen Beisammensein, bei dem Gemeinderat Ludwig Moderegger die Aufgabe als Grillmeister übernahm, viele der Gespräche über das Thema Klima. Alle Ebenen der Politik seien aufgerufen, mit einer nachhaltigen Politik nicht nur den Temperaturanstieg zu begrenzen, sondern auch auf die jetzt schon sichtbaren Auswirkungen zu reagieren. In den Städten und Gemeinden sei es unbedingt nötig, die Resilienz für langanhaltende Hitzeperioden zu stärken, war sie sich mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus der Kommunalpolitik einig. Weder Panikmache und Untergangsstimmung noch wissenschaftsfeindliche Realitätsverweigerung seien angesagt, sondern eine aktiv gestaltende Klimapolitik, zeigten sich die Sozialdemokraten überzeugt.
Zum Abschluss der Veranstaltung bedankte sich Margret Sturm-Wiersig bei allen, die das Fest durch ihre Unterstützung möglich gemacht hatten und kündigte für das nächste Jahr eine Fortsetzung der guten Tradition an – hoffentlich bei angenehmeren Temperaturen.