24.03.2013

Bezahlbarer Wohnraum in Zeiten steigender Mieten

Bild: Wohnungsbaugenossenschaft Rupertiwinkel
SPD zu Besuch bei der Wohnungsbaugenossenschaft Rupertiwinkel
SPD zu Besuch bei Wohnungsbau Rupertiwinkel eG
„Die Mieten in Freilassing und Umgebung sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen und es wird immer schwieriger, bezahlbaren Wohnraum zu finden“: In dieser Einschätzung war man sich einig bei einem Besuch der SPD im Büro der Wohnungsbau Rupertiwinkel eG in der Vinzentiusstraße in Freilassing. Geschäftsführer Josef Hölzl stellte das Konzept der Genossenschaft vor und tauschte sich mit Vertretern der Freilassinger Stadtratsfraktion, Bezirkstagskandidatin Güldane Akdemir und Landtagskandidat Roman Niederberger über die aktuelle Wohnsituation im nördlichen Landkreis aus.

Mit ihren über 800 Wohnungen, die sich in Freilassing, Ainring und Saaldorf-Surheim befinden sichert und schafft die Wohnungsbaugenossenschaft auf Dauer bezahlbaren Wohnraum für ihre Mitglieder, stellte Josef Hölzl dar. Mit Mieten auf dem freien Markt, die in der Region oft über 10 Euro pro Quadratmeter liegen, werden derzeit aus dem Bestand kaum Wohnungen frei. „Viele unserer Mieter sind schon etwas älter und wollen in ihren Wohnungen bleiben, in denen sie sich oft schon seit Jahrzehnten wohlfühlen“, erklärte er.

Der 3. Bürgermeister von Freilassing Michael Hangl erkundigte sich nach den aktuellen Projekten der Genossenschaft. Aktuell entstehen 18 neue Wohnungen in Surheim; im nächsten Jahr sollen 15 bis 18 Wohnungen in der Händelstraße in Freilassing dazukommen. „Wir sehen den gestiegenen Bedarf und sanieren deswegen nicht nur unseren Altbestand, sondern investieren auch in den Neubau“, erläuterte der Geschäftsführer.

Nach den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen fragte der SPD-Kreisvorsitzende und Landtagskandidat Roman Niederberger. Die günstigen Zinsen erleichtern zwar Investitionen, aber gleichzeitig sorgen sowohl der Bauboom als auch Gesetzesauflagen wie aktuell z. B. die erhöhten Anforderungen der Energieeinsparungsverordnung oder Rauchmelderpflicht für zusätzliche Kosten, machte Josef Hölzl deutlich. „Der soziale Wohnungsbau ist für uns unter den bestehenden gesetzlichen Bedingungen uninteressant“, stellte er klar. Sehr positiv sieht er das Projekt „Soziale Stadt“, das zu wesentlichen Verbesserungen in Freilassing geführt habe.

Die Bezirkstagskandidatin und Bad Reichenhaller Stadträtin Güldane Akdemir interessierte sich für die Größe der angebotenen Wohnungen. „Es beginnt bei 35 Quadratmeter und geht bis zu großen Familienwohnungen“, antwortete der Geschäftsführer. Die Nachfrage gehe eindeutig zu mehr Zimmern bei gleicher Wohnungsgröße, ergänzte er.

Das Thema Barrierefreiheit schnitt SPD-Stadträtin Margitta Popp an. Im Rahmen der Sanierungen bemühe sich die Genossenschaft stets um den Abbau von Hindernissen durch neue Aufzüge, die Entfernung von Schwellen und die entsprechende Gestaltung der Badezimmer. Bei Neubauten sei dies ohnehin Standard wie auch eine moderne energiesparende Gestaltung, fügte Josef Hölzl an.

Die große Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum zeigt sich auch an der Warteliste der Wohnungsbau Rupertiwinkel eG. Es werden als Anteilseigner nur Mieter aufgenommen – und daran besteht ein großes Interesse. „Der genossenschaftliche Wohnbau ist ein guter Weg, um mittel- und langfristig für stabile Mieten und ein ausgewogenes Wohnungsangebot zu sorgen“, zeigten sich die Sozialdemokraten zum Abschluss des Gesprächs überzeugt. Kurzfristig könne die Politik am einfachsten mit einer Reform des Wohngelds die Situation verbessern, waren sich Josef Hölzl und seine Besucher einig.

Foto: Vor dem Büro der WBR in der Vinzentiusstraße in Freilassing (von links nach rechts):
Roman Niederberger (SPD-Kreisvorsitzender und Landtagskandidat), Josef Hölzl (Geschäftsführer WBR), Güldane Akdemir (SPD-Bezirkstagskandidatin), Margitta Popp (Stadträtin), Michael Hangl (Stadtrat und 3. Bürgermeister)



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